Quo vadis Innstraße?

Wenn wir mit Leuten über den geplanten MA48 Stützpunkt an der Innstraße reden, schütteln diese den Kopf. Die Ablehnung ist groß. Wirklich nachvollziehen kann das niemand. Schade, dass bei der ÖBB Infoveranstaltung im Februar 2017 niemand darüber gesprochen hat. Die 300 Anwesenden hätte das brennend interessiert.
Bei unserer Infoveranstaltung gab es eine klar ablehnende Haltung dazu.

Neben unserer Stellungnahme im Zuge der öffentlichen Auflage haben wir wieder das Gespräch mit der zuständigen Politikerin gesucht, das ist Stadträtin Ulli Sima.
War zum letzten Themenkomplex Naturschutz und Freie Mitte noch ein konstruktives Gespräch möglich, so sind wir diesmal auf Taube Ohren gestoßen.

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Walk the line!

Planlinien sind geduldig. Worte auch. „So schlimm wird das nicht“ „120m sind nicht soviel“ Was haben wir nicht alles für Beschwichtigungen wegen dem Mistplatz und dem Umspannwerk gehört.

Dabei kann man sich das leicht vorstellen. Man nimmt einen der Büroblöcke an der Lassallestraße und setzt ihn an die Innstraße. Man mag fast meinen, niemand hat daraus gelernt. Aja, mittendrin wird es eh einen Durchgang geben. 120m lang, 11m breit, asphaltiert, links 9m Gebäudewand, rechts 4m Mistplatzwand.

Schwer vorzustellen? Deswegen – Walk the line!

Das Büro ROTOR / Brüssel hat im Rahmen von Care & Repair die Grenzen mit einer weißen Linie nachgezogen. So werden die Dimensionen bewußt, man muß sich nur mehr die Höhe vorstellen – 9m sind hoch, 3 Stockwerke. Hier die Bilder:

walktheline

 

Yes, I’ll admit that I’m a fool for you
Because you’re mine, I walk the line

(Johnny Cash)

 

 

Riesenradallee

Ein Geschichte zum Nordbahnhof erzähle ich besonders gerne:

Wie aus der Riesenradallee die Bruno-Marek-Allee geworden ist.

Nix gegen Bruno, thx 4 Donauinsel, aber der Ausblick auf das Riesenrad, das wäre es gewesen. Leider hat sich da ein Eckerl eines Gebäudes hineingeschummelt.
Nun schauen wir der Hütt´n am Oarsch und Heinz Tesar will zum Nordbahnhof nix mehr sagen. 🙂

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Care & Repair

Zusammen mit dem Architekturzentrum Wien begleiten wir im Rahmen der Vienna Biennale das Projekt Care & Repair.

Es geht um eine Stadtentwicklung die nicht mehr tabula rasa macht und über alles drüberfährt, und alles bestehende kaputt macht.  Stadtentwicklung muss Vorhandenes aufgreifen und integrieren. Wir beschäftigen uns auch mit der Zukunft und stellen uns die Frage, wie wir spätere Fehler schon jetzt reparieren können.

Eine erste Veranstaltung war unsere Nordbahnhofvorlesung zum Thema Gemeinschaftsräume. In den nächsten Wochen finden sehr viele Veranstaltungen statt. Einen Überblick findet Ihr auf diesen Seiten:

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Wildbienen Hotspot

Das Areal der Freien Mitte am Nordbahnhofgelände wurde erst 2016 entdeckt, als Hotspot der Artenvielfalt für Insekten. Seit 2016 wird durch Insektenkundler die Artenzusammensetzung laufend untersucht und es konnten über 150 Arten von Wildbienen (aus der  Überfamilie Apoidea) sowie zahlreiche weitere Hautflügler (Ameisen- und Wespenarten) von einer ForscherInnengruppe der ÖGEF am Gelände festgestellt. Damit übertrifft der Nordbahnhof die „Schanzen“ im Norden Wiens als Hotspot dieser Insektengruppe.

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Widmung Leitbild – unsere Stellungnahme

Naiv wie wir manchmal sind, hatten wir uns gedacht, dass wir ein Aviso zur öffentlichen Auflage der Widmung bekommen. Oft genug nachgefragt, wann denn nun die Widmung kommt, haben wir ja. 🙂

So waren wir überrascht, als Ende April plötzlich die öffentliche Auflage da war. Wir alle mittendrin in vielen anderen Projekten u.a. der Nordbahnhalle  und klar Familie & Arbeit haben wir auch, zum Teil grad ganz frisch.

Die ersten Überlegungen kamen, sollen wir wieder eine Veranstaltung machen? Geht sich das überhaupt aus? Im ersten Moment sagten wir „nein“, nur eine Stellungnahme, und aus.
Dann haben wir uns die Widmung genauer angesehen und doch einiges entdeckt, das uns sauer aufgestoßen ist. Also doch eine Veranstaltung.

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Neuntöter 2017

Nach dem Jahr 2012, in dem der eindeutige Brutnachweis des Neuntöters im Bereich der westlichen Freien Mitte erbracht wurde, war ich schon gespannt wie sich die Ansiedelung 2017, im Jahr der Baufeldfreimachung für die „grauen Baufelder“ und der neuen Baustraße (Öffnung der Taborstraße) entwickeln wird.

Vor wenigen Tagen konnte ich nun im Mai 2017 das Männchen zuerst singen hören und sehen. Wenig später konnte ich das Weibchen beim Jagen beobachten. Neben einem knappen, verwackelten Doku-Video (folgt) konnte ich ein Beleg-Bild anfertigen, als Digibinning (Digitalfotografie durch das Fernglas von Swarovski Optik!):

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Neuntöter Weibchen 2017-05-23 17:00: Im Hintergrund grüßen die Baustellen-Container des AUSTRIA-Campus. Digitalfotografie durch das Fernglas von Swarovski Optik

Nach der Heimkehr aus dem Winterquartier im südlichen Afrika gibt es viel zu tun für die Neuntöter. Nun wird es spannend, ob es auch ein Nest geben wird oder schon gibt. Vielleicht bleibt es nun nicht allzu naß und windig, auch der Neuntöter mag das weniger. Der lange, warme Frühling und der nun heiße Sommer hat den Neuntötern offenbar gut gefallen. 2017 haben die Neuntöter wieder erfolgreich gebrütet.

juv Neuntöter Juli 2017
2017 haben die Neuntöter wieder erfolgreich gebrütet!

Ende Juli 2017 sind 3-4 Junge zu sehen gewesen. Ob ein 2. Männchen anwesend war oder auch eine 2. Brut stattfindet. muss noch geklärt werden. Das reiche Angebot an Insekten ist die Lebensgrundlage dieser Vögel.

MRI / bird.at

Das war der Infoabend – nun gibt es was zu tun…

Letzte Woche fand unser Infoabend für die Flächenwidmung für den Bereich des Leitbildes 2014 statt.
Mit rund 60 Bürger_innen sind wir die Unterlagen der Widmung durchgegangen und haben über die verschiedenen Punkte diskutiert. Die Stimmung war sehr konstruktiv, besonders gefreut haben wir uns über den Besuch aus der Nachbarschaft.
Denn das Leitbild ist nicht nur eine „innere Angelegenheit“ sondern bietet auch viele Chancen für die Nachbarschaft, hat aber natürlich auch Auswirkungen auf diese.

Zusammen mit den Bürger_innen haben wir ein paar Eckpunkte definiert und wir haben in den letzten Tagen eine erste Zusammenfassung geschrieben. Die umfangreiche Stellungnahme stellen wir bis 31. Mai fertig. Hier werden wir die jeweiligen Punkte ausführlich und hoffentlich überzeugend argumentieren. Weiterlesen „Das war der Infoabend – nun gibt es was zu tun…“

Infoveranstaltung 17. Mai 2017

Und plötzlich ist sie da… die öffentliche Auflage der nächsten Flächenwidmung. Alle wichtigen Unterlagen findet ihr hier:  Webseite der Stadt Wien.

Deswegen machen wir auch diesmal wieder eine Nordbahnhofvorlesung dazu.

Infoveranstaltung IG Lebenswerter Nordbahnhof

17. Mai, 19:00 im Veranstaltungsraum vom Wohnprojekt Wien.
Krakauerstraße 19, 1020 Wien

Wir erarbeiten dazu im Vorfeld eine Stellungnahmen, die wir mit Euch zusammen fertigstellen.  Bei der letzten Widmung war eine Unterschriftenliste sehr hilfreich, damit starten wir ebenfalls am 17.5.

Schaut Euch die Unterlagen gut an, vor allem die SUP (strategische Umweltprüfung) ist sehr lesenswert. Wenn ihr Fragen habt, schreibt uns.

Auf den ersten Blick ist natürlich positiv, dass die Idee der „Freien Mitte“ gehalten hat. Wenn man genauer hinschaut, erkennt man allerdings ein paar Dinge, die so nicht in der Bürgerbeteiligung fixiert wurden. So taucht an der Innstraße plötzlich ein neues Müllplatzzentrum auf.
Wir wollen das Müllproblem nicht verdrängen und wir wollen, durchaus vor Ort, im Bezirk bzw. auch im Nordbahnviertel einen sorgsamen – und ressourcengewinnden – Umgang mit Müll an einem intelligenten Ort.
An der Freien Mitte, anstatt lebenswerter Wohnungen, ist es aber sicher der falsche Standort. Hier werden wir Alternativen ausarbeiten und am 17.5. mit Euch zusammen besprechen.

Vorab gibt es von der Abteilung für Flächenwidmung im „Friends“ vis a vis von der Schule eine Ausstellung im Schaufenster. An 3 Terminen ist jemand vor Ort und erklärt alles notwendige.

Im GB*Infopoint (Ernst-Melchior-Gasse 18) könnt ihr in den Flächenwidmungsplan Einsicht nehmen und eine Stellungnahme abgeben. Vor Ort könnt mit ExpertInnen der MA 21 in Kontakt treten. Termine im GB*Infopoint:
Di, 9.5., 18:15-20:00 Uhr
Di, 16.5., 18:15-20:00 Uhr
Di, 23.5., 18:15-20:00 Uhr

Bei der letzten Widmung 2014 wurden diese Termin sehr gut angenommen, nutzt also die Gelegenheit hier Infos aus erster Hand zu bekommen. Vielleicht auch als Vorbereitung für unseren Infoabend am 17. Mai.

 

Info-Abend der ÖBB 16. Februar

Es geht los!

Am 16.2.2017 um 17:00 findet ein Info-Abend der ÖBB statt.
Ort:  Veranstaltungssaal vom Wohnprojekt Wien, Krakauerstraße 19, 1020 Wien.

Mit dem Info-Abend werden wichtige Weichen für die Zukunft des Nordbahnhofes gestellt. Der nächste Bauabschnitt „Wohnallee mit Bildungscampus“ beginnt und wir Bewohner_innen warten schon sehnsüchtig auf Infos. Baustellenlogistik, Naturschutz und Gebäude, Bildungscampus, Verkehr, alles wichtige Themen, für die es Ansprechpartner geben wird.

Wir haben uns mit dem Bereich sehr ausgiebig beschäftigt, hier die relevanten Links:

Stellungnahme zur Flächenwidmung “Wohnallee mit Bildungscampus”

Bruno-Marek-Allee – ein städtischer Boulevard

Weitere Informationen zum neuen Bildungscampus am Nordbahnhof

Siegerprojekt Bildungscampus Nordbahnhof

Die Veranstaltung wurde in der Nordbahnhof Facebookgruppe auch gleich heftig diskutiert. Hier spielt vor allem die Baustellenstraße eine Rolle.
Die Frage ist sicher sicher nicht sehr einfach zu lösen und eine wirklich optimale Lösung ist schwierig zu finden. Das hier nicht durch die zukünftige „Freie Mitte“ gefahren wird sehen wir grundsätzlich positiv. Der Bereich wäre für uns Bewohner_innen sonst auf Jahre hinaus nicht zugänglich gewesen und sehr viele Menschen nutzen bereits jetzt den Freiraum.
Zusätzlich warten wir alle schon sehr auf das lange angekündigte Infocenter beim Wasserturm. Einen ersten Vorgeschmack gab es letzte Woche, das Architekturzentrum Wien besucht den Nordbahnhof! AZW – Care + Repair im Rahmen der Vienna Biennale 2017
Schade, wenn hier und bei vielen anderen Veranstaltungen die LKW´s durchfahren.

Welche Möglichkeiten bieten sich sonst noch an?

Wir haben einen sehr pragmatischen Zugang. Es gibt bereits bestehende Baustellenausfahrten beim AustriaCampus der Signa. Das bietet sich an. Die dortige Unterführung ist 36m breit, genug Platz um sich das Gelände zu teilen. Zusätzlich, sind die Baufelder 11 & 14 die ersten die bebaut werden. Also sollte man auch dort mit den Arbeiten beginnen.
baustellenstrasse-blogEine andere Variante auf die wir auch hinweisen wollen, ist die Unterführung bei der Taborstraße. Die Variante bietet sich an und hat viele Vorteile. Hier fährt man von Baufeld 14 entlang der Kohlenrutsche bis zum ehemaligen Loomis Gelände und durch die Unterführung Taborstraße. Bei der Kreuzung Nordbahnstraße hat man sogar noch alle Ampelanlagen aus der Zeit der Nutzung durch die Fa. Loomis. Dann weiter über die Innstraße.
Die Aufgabe ist sicher nicht leicht zulösen. Man sollte aber flexibel bleiben und Lösungen nicht einzementieren.

Mindestens ebenso wichtig wie das Thema Baustellenstraße ist eine umweltorientierte Baustellenabwicklung. Hier gibt es bereits sehr viel Erfahrung in Wien und auch eigene Richtlinien z.b. RUMBA oder die ÖKOKAUF Richtlinie. Auch hier hoffen wir auf neue Infos.
Der Wind ist im dem Bereich sehr stark, hier wird es wichtig sein, lang offene Flächen zu vermeiden oder zu befestigen. z.b. mit Bepflanzungen.

Mehr Infos gibt es sicher am 16. Februar.

Wir sind uns sicher, dass viele Bürger_innen den Abend besuchen. Viel Publikum zeigt das hohe Interesse am Nordbahnhof. Der Info-Abend soll für uns ein Startschuß für den nächsten Schritt der Bürgerbeteiligung sein.