Diskussionsreihe – Zukunft Nordbahnhof

Diese Woche beginnt eine sehr spannende Diskussionsreihe in im Stadtraum / Nordbahnhalle. In 3 Abenden werden wir über die Zukunft des Nordbahnhofs diskutieren.
Es ist ein tolle Gelegenheit sich mit sehr interessanten Akteur_innen am Nordbahnhof auszutauschen.

Diskussionsreihe „Zukunft Nordbahnhof – Reden Sie mit!“

7. September 2017: Welche Qualitäten braucht das Nordbahnviertel?

  • Themen: Wie schafft man eine lebendige Nachbarschaft? Wie eine gute Nahversorgung? Welchen Einfluss hat die Stadt und wo sind ihre Grenzen?
  • Teilnehmende: Gemeinderat Christoph Chorherr, Stadtbaudirektorin Brigitte Jilka,  Bernd Riessland (Vorstand Sozialbau AG) Christian Peer (TU Wien), Peter Rippl (IG Lebenswerter Nordbahnhof)

14. September 2017: Freie Mitte – neue Wege in der Freiraumplanung

  • Themen: Wie integriert man eine Stadtwildnis inmitten von Neubauten? Welche Chancen bieten sich durch halbwilde Natur?
  • Teilnehmerende: Bernd Vlay (Studiovlay), Thomas Proksch (Land in Sicht), Isabel Wieshofer (MA 18 – Stadtentwicklung und Stadtplanung) sowie Vertreterinnen und Vertreter der MA22 – Umweltschutz

12. Oktober 2017: Nord(west)bahnhof als Erinnerungsort

  • Themen: Wie kommt es, dass ein Bahnhof unsichtbar wird? Welche Bedeutung hatten die Bahnhöfe für die Versorgung Wiens? Was soll an die Eisenbahn-Geschichte zukünftig erinnern?
  • Teilnehmende: Michael Zinganel und Michael Hieslmair (MHMZ), Bernhard Hachleitner (Historiker), Sandor Bekesi (Wien Museum) sowie Anrainerinnen und Anrainer

 

 

 

 

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Wien Heute am Nordbahnhof

Im Laufe der Jahre gab es am Nordbahnhof immer wieder Konflikte oder Themen, die einen Schaden für die Entwicklung am Nordbahnhof bedeutet hätten. Bis jetzt konnten wir unsere Anliegen immer ausführlich besprechen und haben mehrmals eine gute Lösung gefunden.

Beim Mistplatz ist das nun aber anders. Der Verweis auf den laufenden Widmungsprozess ist uns zu wenig. Denn wenn alles entschieden ist, kann man zwar sicher nett miteinander plaudern, aber bewirken kann man nichts mehr.

So berichtet Wien Heute von dem Ärger am Nordbahnhof, der Beitrag bringt das Problem sehr gut auf den Punkt. In der kurzen Zeit hat man natürlich nicht die Möglichkeit alle Argumente zu bringen, die findet ihr in unserer Stellungnahme.

Für weitere Medientermine sind wir offen. Schreibt uns einfach ein Email: nordbahnhofgebiet@gmail.com

Newsletter – oldschool

Oldschool Newsletter, zuerst verschickt, dann hier reingebloggt. Viel Spaß beim Lesen. 🙂

Liebe Freunde und Freundinnen des Nordbahnhofes!

Die morgendlichen Temperaturen kündigen den Herbst an und im Herbst gehts am Nordbahnhof heiß her.

Die Flächenwidmung:
Zwei wichtige Entscheidungen stehen hier an. Es wird die Flächenwidmung Leitbild 2014 und im Zuge dessen auch der städtebauliche Vertrag mit dem Entwicklungskonsortium beschlossen . Diese beiden Beschlüsse sind entscheidend für die weitere Entwicklung hier.

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Quo vadis Innstraße?

Wenn wir mit Leuten über den geplanten MA48 Stützpunkt an der Innstraße reden, schütteln diese den Kopf. Die Ablehnung ist groß. Wirklich nachvollziehen kann das niemand. Schade, dass bei der ÖBB Infoveranstaltung im Februar 2017 niemand darüber gesprochen hat. Die 300 Anwesenden hätte das brennend interessiert.
Bei unserer Infoveranstaltung gab es eine klar ablehnende Haltung dazu.

Neben unserer Stellungnahme im Zuge der öffentlichen Auflage haben wir wieder das Gespräch mit der zuständigen Politikerin gesucht, das ist Stadträtin Ulli Sima.
War zum letzten Themenkomplex Naturschutz und Freie Mitte noch ein konstruktives Gespräch möglich, so sind wir diesmal auf Taube Ohren gestoßen.

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Walk the line!

Planlinien sind geduldig. Worte auch. „So schlimm wird das nicht“ „120m sind nicht soviel“ Was haben wir nicht alles für Beschwichtigungen wegen dem Mistplatz und dem Umspannwerk gehört.

Dabei kann man sich das leicht vorstellen. Man nimmt einen der Büroblöcke an der Lassallestraße und setzt ihn an die Innstraße. Man mag fast meinen, niemand hat daraus gelernt. Aja, mittendrin wird es eh einen Durchgang geben. 120m lang, 11m breit, asphaltiert, links 9m Gebäudewand, rechts 4m Mistplatzwand.

Schwer vorzustellen? Deswegen – Walk the line!

Das Büro ROTOR / Brüssel hat im Rahmen von Care & Repair die Grenzen mit einer weißen Linie nachgezogen. So werden die Dimensionen bewußt, man muß sich nur mehr die Höhe vorstellen – 9m sind hoch, 3 Stockwerke. Hier die Bilder:

walktheline

 

Yes, I’ll admit that I’m a fool for you
Because you’re mine, I walk the line

(Johnny Cash)

 

 

Riesenradallee

Ein Geschichte zum Nordbahnhof erzähle ich besonders gerne:

Wie aus der Riesenradallee die Bruno-Marek-Allee geworden ist.

Nix gegen Bruno, thx 4 Donauinsel, aber der Ausblick auf das Riesenrad, das wäre es gewesen. Leider hat sich da ein Eckerl eines Gebäudes hineingeschummelt.
Nun schauen wir der Hütt´n am Oarsch und Heinz Tesar will zum Nordbahnhof nix mehr sagen. 🙂

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Care & Repair

Zusammen mit dem Architekturzentrum Wien begleiten wir im Rahmen der Vienna Biennale das Projekt Care & Repair.

Es geht um eine Stadtentwicklung die nicht mehr tabula rasa macht und über alles drüberfährt, und alles bestehende kaputt macht.  Stadtentwicklung muss Vorhandenes aufgreifen und integrieren. Wir beschäftigen uns auch mit der Zukunft und stellen uns die Frage, wie wir spätere Fehler schon jetzt reparieren können.

Eine erste Veranstaltung war unsere Nordbahnhofvorlesung zum Thema Gemeinschaftsräume. In den nächsten Wochen finden sehr viele Veranstaltungen statt. Einen Überblick findet Ihr auf diesen Seiten:

Weiterlesen „Care & Repair“

Wildbienen Hotspot

Das Areal der Freien Mitte am Nordbahnhofgelände wurde erst 2016 entdeckt, als Hotspot der Artenvielfalt für Insekten. Seit 2016 wird durch Insektenkundler die Artenzusammensetzung laufend untersucht und es konnten über 150 Arten von Wildbienen (aus der  Überfamilie Apoidea) sowie zahlreiche weitere Hautflügler (Ameisen- und Wespenarten) von einer ForscherInnengruppe der ÖGEF am Gelände festgestellt. Damit übertrifft der Nordbahnhof die „Schanzen“ im Norden Wiens als Hotspot dieser Insektengruppe.

Weiterlesen „Wildbienen Hotspot“

Neuntöter 2017

Nach dem Jahr 2012, in dem der eindeutige Brutnachweis des Neuntöters im Bereich der westlichen Freien Mitte erbracht wurde, war ich schon gespannt wie sich die Ansiedelung 2017, im Jahr der Baufeldfreimachung für die „grauen Baufelder“ und der neuen Baustraße (Öffnung der Taborstraße) entwickeln wird.

Vor wenigen Tagen konnte ich nun im Mai 2017 das Männchen zuerst singen hören und sehen. Wenig später konnte ich das Weibchen beim Jagen beobachten. Neben einem knappen, verwackelten Doku-Video (folgt) konnte ich ein Beleg-Bild anfertigen, als Digibinning (Digitalfotografie durch das Fernglas von Swarovski Optik!):

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Neuntöter Weibchen 2017-05-23 17:00: Im Hintergrund grüßen die Baustellen-Container des AUSTRIA-Campus. Digitalfotografie durch das Fernglas von Swarovski Optik

Nach der Heimkehr aus dem Winterquartier im südlichen Afrika gibt es viel zu tun für die Neuntöter. Nun wird es spannend, ob es auch ein Nest geben wird oder schon gibt. Vielleicht bleibt es nun nicht allzu naß und windig, auch der Neuntöter mag das weniger. Der lange, warme Frühling und der nun heiße Sommer hat den Neuntötern offenbar gut gefallen. 2017 haben die Neuntöter wieder erfolgreich gebrütet.

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2017 haben die Neuntöter wieder erfolgreich gebrütet!

Ende Juli 2017 sind 3-4 Junge zu sehen gewesen. Ob ein 2. Männchen anwesend war oder auch eine 2. Brut stattfindet. muss noch geklärt werden. Das reiche Angebot an Insekten ist die Lebensgrundlage dieser Vögel.

MRI / bird.at

Nahversorgung in Stadtquartieren

Spannender Artikel zum Thema „Nahversorgung“

Prof. Andreas Novy und die Stadtplanerin Beatrice Stude haben einen Artikel über die Wichtigkeit der Nahversorgung in Stadtquartieren verfasst. Hier beschreiben sie die vielzähligen Aspekte sowie Handlungsansätze zur Unterstützung der Nahversorgung im weiteren Sinne, die sie mit ExpertInnen und PraktikerInnen in ihrem Workshop auf dem „Gute Leben für alle“ Kongress Anfang Februar 2017 diskutieren werden. Der Artikel beleuchtet das Thema Nahversorgung aus dem Blickwinkel der Mobilität, der (Grätzel)Gemeinschaft und der Ressourcenschonung. Den ganzen Artikel zum Nachlesen findet ihr hier: http://www.guteslebenfueralle.org/de/blog/nahversorgung-fuer-alle-in-der-donaustadt.html

Nahversorgung birgt  natürlich auch für das Stadtentwicklungsgebiet Nordbahnhof viele Chancen – vor allem wenn Nahversorgung so verstanden wird, wie die AutorInnen im Artikel darlegen:

Als von unten vernetzte, daseins- und nah-versorgende Wirtschaft bildet sie das Rückgrat jedes lebenswerten Ortes, denn zu Nahversorgung zählt nicht nur der Lebensmitteleinzelhandel, sondern insbesondere eine ausreichende soziale Infrastruktur und dezentrale Kulturangebote, mit und für die Menschen vor Ort, der Pflegebereich, die Kinderbetreuung, Gastronomie, Banken, Schulen, medizinische Versorgung, Erholung und Freizeitangebote. (http://www.guteslebenfueralle.org/de/blog/nahversorgung-fuer-alle-in-der-donaustadt.html)

Die Ausgestaltung der Nahversorgungsmöglichkeiten am Nordbahnhof wird in den kommenden Jahren festgelegt. Es bleibt zu hoffen, dass die vielen Vorteile der Nahversorgung in der weiteren Entwicklung des Nordbahnhofs mitgedacht werden und Nahversorgung nicht nur als Einkaufsmöglichkeit verstanden wird. Konkrete Ideen und Wünsche zu den Nahversorgungsangeboten im Nordbahnhofviertel haben wir im Rahmen der Nordbahnhofvorlesung zur Bruno Marek Allee schon gesammelt und zum Nachlesen auf unseren Blog gestellt. (https://nordbahnhof.wordpress.com/2016/04/30/bruno-marek-allee-eine-lebendige-geschaeftsstrasse/).

Wer sich weitere Inspirationen holen und gern in Dialog zum „Guten Leben für alle“ treten möchte, kann sich bei uns oder bei „Gutes leben für alle“  informieren. Der Kongress findet gerade statt und bietet sehr spannende Vorträge.