(c) Schreinerkastler

Nachlese – von der Gstettn zur Stadtwildnis

Input Peter Rippl / IG Lebenswerter Nordbahnhof.

Ein Jahr Bürgerbeteiligung, 36 Menschen in den Arbeitsgruppen investierten sehr viel Zeit und Energie. Nahmen sich Urlaub oder verzichteten als Unternehmer auf Umsatz. Die Grätzlbeiräte der umliegenden Viertel waren eingebunden, Mieterbeirat vom Robert-Uhlir-Hof, sowie unsere IG Lebenswerter Nordbahnhof. Eine gute Übersicht bietet der Werkstattbericht 150, der MA18

Das Leitbild fand sehr viel Zustimmung. Die Freie Mitte war in der Bürgerbeteiligung das große Thema.
Damit ist man uns Bürger_innen mit der Umsetzung in der Pflicht.

Zwei Jahre Konkretisierung des Leitbildes innerhalb der Stadt Wien. Alle beteiligten Dienstellen wurden eingebunden. Sehr viele Arbeitsgruppen, sehr viel Zeit und Geld wurde investiert. Als Abschluss wurde das Leitbild in der  Stadtentwicklungskommission beschlossen und ein sehr umfangreiches Handbuch erstellt.
Damit ist sich die Stadt Wien selbst in der Pflicht.

Weiterlesen „Nachlese – von der Gstettn zur Stadtwildnis“

Advertisements

Freie Mitte & innovative Freiräume anderswo

Lina Streeruwitz / Studiovlay stellt kurz das Konzept der Freien Mitte vor. Durch den Ressourcencoup – Einsparung von Straßeninfrastruktur & Nutzung vorhandener Strukturen – soll die großzügige Freifläche möglich gemacht werden.

Fotoalbum

Zusätzlich wird das bestehende Gelände genutzt, das ermöglicht eine sehr kostenschonende Umsetzung.

Für die Realisierung ist nicht mehr als ein visionärer Pragmatismus notwendig.

Weiterlesen „Freie Mitte & innovative Freiräume anderswo“

Nordbahnhof – Risiken und Chancen

Eine kurze Zusammenfassung der Veranstaltung vom Mittwoch 15.6. im AZW zu den zentralen Fragen des Nordbahnhofes. Es gibt einen Audiomitschnitt. Sobald wir diesen bekommen, werden wir ihn auf unserem Blog stellen.
Am Podium waren:
Henri Bava, agence ter – Landschaftsarchitekt vom Leitbild
Christoph Chorherr, Jurymitglied u. Planungssprecher, Die Grünen
Gerhard Kubik, Jurymitglied u. Planungssprecher, SPÖ
Michael Pech, Vorstand ÖSW und Mitglied Grundstücksbeirat
Lina Streeruwitz und Bernd Vlay, STUDIOVLAY
Moderation: Dietmar Steiner, Direktor AzW

Termine, Termine.

In den nächsten 2 Wochen gibt es 2 Veranstaltungen, auf die wir gesondert aufmerksam machen wollen.

Wettbewerb Bildungscampus:

Es gibt ein Siegerprojekt! Im Rahmen einer Ausstellung werden die Beiträge nun präsentiert. Die Eröffnung ist am 13.Juni um 17 Uhr, hier der Einladungstext:

Architekturwettbewerb
Neubau Campus+ Bildungseinrichtung Nordbahnhof, 1020 Wien

Montag, 13. Juni 2016, 17:00 Uhr
MUMOK Hofstallung Museumsquartier

Museumsplatz 1, 1070 Wien

Anschließend gibt es von 14. bis 19. Juni 2016 eine Ausstellung. Diese kann man täglich 9:00 bis 19:00 Uhr besuchen.

Wir sind sehr gespannt wie die Anliegen der Bevölkerung hier umgesetzt wurden.
Zur Erinnerung nochmals unsere Beiträge zum Campus:

Mehr als Schule ?! Unsere Stellungnahme zum neuen Bildungscampus

Weitere Informationen zum neuen Bildungscampus am Nordbahnhof

 

Podiumsdiskussion – Nordbahnhof

Am 15. Juni gibt es im Architekturzentrum Wien eine sehr interessante Podiumsdiskussion.

Nordbahnhofareal: Chancen und Risiken

mit
Henri Bava, agence ter
Christoph Chorherr, Abgeordneter zum Wiener
Landtag und Gemeinderat, Die Grünen
Gerhard Kubik, Jurymitglied u. Planungssprecher, SPÖ
Lina Streeruwitz und Bernd Vlay, STUDIOVLAY
Moderation: Dietmar Steiner, Direktor AzW

Die Diskussionsveranstaltung im AzW widmet sich den Freuden und Mühen, den Hürden und HeldInnen eben dieser baulichen Umsetzung.

Darauf sind wir sehr gespannt. Denn je länger wir im Umsetzungsprozess involviert sind, desto mehr merken wir, wie von verschiedenen Seiten Druck auf das Leitbild und die Freie Mitte ausgeübt wird.

Kommen Sie hin, schauen Sie sich das an!

Bruno-Marek-Allee – ein städtischer Boulevard

7. Nordbahnhofvorlesung – Eine Nachlese.

Am 18. Februar fand unsere 7. Nordbahnhofvorlesung zur Bruno -Marek-Allee (BMA) statt, die zukünftige Geschäftsstraße des Viertels, ein städtischer Boulevard, eine Promenade.

Damit es übersichtlicher ist, haben wir die einzelnen Themen auf diese Beiträge aufgeteilt:

Bruno-Marek-Allee – ein städtischer Boulevard!
Bruno-Marek-Allee – Ein Freiraum!
Bruno-Marek-Allee – eine lebendige Geschäftstraße!

Weiterlesen „Bruno-Marek-Allee – ein städtischer Boulevard“

Bruno-Marek-Allee – ein städtischer Boulevard

7-Nordbahnhofvorlesung-Bruno-Marek-Allee

7. Nordbahnhofvorlesung – Bruno-Marek-Allee

18. Februar, 19 Uhr
im Wohnprojekt Wien Wien, Krakauer Straße 19/Untergeschoß

Seit langem entsteht mit der Bruno-Marek-Allee ein neuer städtischer Boulevard in Wien. Die perfekte Innenstadtlage und das Umfeld zweier Stadtentwicklungsgebiete verlangen nach mehr als nur einer Straße mit ein paar Geschäften.

Eine große Chance und Herausforderung für die Stadt. Wir wollen uns als Bewohner_innen wieder aktiv einbringen.

Was wollen wir dort haben? Wie soll so ein Boulevard ausschauen? Wie soll er funktionieren?
Welche Erfahrungen gibt es aus der Seestadt zum Thema Ergdgeschoßzonenmanagement?
Welche Geschäfte brauchen und wollen wir?
Wie werden 2016 große Geschäftsstraßen gestaltet?
Was ist mit dem Verkehr?

Experten_innen geben uns wieder wichtige Inputs und danach werden wir zusammen an Thementischen (WorldCafe Setting) diskutieren und arbeiten.

Lina Streeruwitz – StudioVlay /Nordbahnhof Leitbild 2014
Dominik Scheuch – YEWO Freiraumplanung
Lukas Lang – Seestadt Wien 3420 Aspern Development AG – Erdgeschoßzonen / Geschäfte in der Seestadt

 

Es gilt wieder unser Motto:

Wir wünschen, sie spielen  #‎because2016‬

Die IG Lebenswerten Nordbahnhof ladet alle Bewohner_innen und Interessierte ein. Wir freuen uns.

 

Stadtspaziergang mit StudioVlay am 7. April

Liebe NachbarInnen!

Herzliche Einladung zum Rundgang durch das Nordbahnhofgelände mit dem ArchitektInnen-Team des Siegerprojektes.
In den nächsten Jahren wird das Nordbahnhofgelände bebaut. Mittlerweile gibt es ein Siegerprojekt aus einem städtebaulichen Wettbewerb und damit einen konkreten Vorschlag, welche Flächen frei bleiben sollen und wo welche (Hoch)häuser stehen sollen.
Die beiden ArchitektInnen des Siegerprojektes, werden uns ihre Vorschläge direkt vor Ort am Gelände erläutern.

Alle Interessierten im Viertel sind herzlich eingeladen mitzugehen und mitzureden!

Treffpunkt:
am Sonntag, 7.4.2013 um 14.00
Ecke Taborstraße – Leystraße

Bericht und Bilder vom Stadtspaziergang mit StudioVlay

Wie fügt sich die neue Bebauung in die alte Struktur ein?

Man sieht sehr schön das man bei den Bauplätzen 11, 14, 19 und 22 mit den bestehenden Bäumen einen kleinen Platz an der Bruno-Marek Allee errichten könnte. Diese Bäume sind zum Teil schon sehr alt und auch sehr hoch. Es wäre doch schade diese zu fällen und ein paar Meter davon wieder neue zu pflanzen, die dann wieder 40 Jahre brauchen bis sie „erwachsen“ sind.

Hier eine Übersicht mit verschieden transparenten Bildern:

nordbahnhof-42-uebersicht

nordbahnhof-33

nordbahnhof-50

nordbahnhof-82

Kommentar zum Siegerprojekt des städtebaulichen Wettbewerbs

Das Interesse der BewohnerInnen am Wettbewerb war schon im Vorfeld sehr hoch. Vor allem Forderungen nach mehr Grünflächen, dem Erhalt der alten Bäume und der geschützten Tierarten wurden laut. Das Wettbewerbsergebnis wurde folglich mit Spannung erwartet. Das Siegerprojekt von Studiovlay hat dann viele überrascht. Es stellt eine große Freifläche ins Zentrum und verdichtet die Verbauung an den Randzonen. Eine Entscheidung mit viel Mut, richtungsweisend für die Zukunft. Hervorragend! Für mich besticht vor allem die Konsequenz, mit der die Idee von mehr Raum für alle umgesetzt wurde. So werden, um die große Parkfläche zu realisieren, Straßen reduziert. Das spart der Stadt Erschließungskosten und den Bewohnern Verkehr. Die Sportflächen werden an der Schnellbahn konzentriert, wo der Lärm nicht stört. Auch das an Frei- bzw. Sportflächen arme Alliierten- und Volkertviertel hat dazu direkten Zugang. Eine Chance mehr, dass unsere Viertel zusammenwachsen. Hervorzuheben ist auch die Einbindung bestehender Strukturen, dazu gehören der Wasserturm und die Eisenbahnbrücke als Wahrzeichen des alten Bahnhofes, die bestehende Geländeform und die zum Teil sehr alten Bäume. Ein Punkt, der sicher noch für Diskussion sorgen wird, sind die sieben Hochhäuser (so hoch wie der Ringturm). Um strassenseitig keine hohen Sichtbarrieren zu haben, wird hier die Bauhöhe niedriger und die Hochhäuser werden an die Freiflächen gerückt. Dabei soll der Wind- und Schattenentwicklung besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden. Bei intelligenter Umsetzung können diese Häuser markante Elemente in einem modernen und lebenswerten Stadtteil sein. Weitere wichtige Punkte sind für mich:

  • Bei der SWW Fläche bedarf es eines ehrlichen Umgangs mit der Bevölkerung. Wird im Zuge der Sanierung der Bewuchs zerstört, ist eine Ausweichfläche notwendig.
  • Die Gestaltung der Bruno-Marek-Allee und attraktive Erdgeschosszonen sind wichtig für ein lebendiges Viertel.
  • Die Lassallestraße, die Schnellbahn und der Handelskai schotten das Viertel ab. Hier sollte eine bessere Anbindung geplant werden.
nordbahnhof
Copyright: Stadt Wien
siegerprojekt
copyright: STUDIOVLAY

Ich finde es sehr spannend, Stadtentwicklung so hautnah mitzuerleben und freue mich darauf, in zehn Jahren mit meiner Tochter durch die verschneite Parkfläche zu spazieren. Bis dorthin ist es aber noch ein weiter Weg. Es gibt hier viele engagierte BürgerInnen, die das Leitbild und den Flächenwidmungsplan in einem Beteiligungsprozess aktiv mitgestalten werden. Es soll am Nordbahnhof ein Stadtteil entstehen, mit dem alle zufrieden sind und der lebenswert ist. Der Artikel erschien in gekürzter Form in der Grätzlzeitung Bassena