Widmung Leitbild – unsere Stellungnahme

Naiv wie wir manchmal sind, hatten wir uns gedacht, dass wir ein Aviso zur öffentlichen Auflage der Widmung bekommen. Oft genug nachgefragt, wann denn nun die Widmung kommt, haben wir ja. 🙂

So waren wir überrascht, als Ende April plötzlich die öffentliche Auflage da war. Wir alle mittendrin in vielen anderen Projekten u.a. der Nordbahnhalle  und klar Familie & Arbeit haben wir auch, zum Teil grad ganz frisch.

Die ersten Überlegungen kamen, sollen wir wieder eine Veranstaltung machen? Geht sich das überhaupt aus? Im ersten Moment sagten wir „nein“, nur eine Stellungnahme, und aus.
Dann haben wir uns die Widmung genauer angesehen und doch einiges entdeckt, das uns sauer aufgestoßen ist. Also doch eine Veranstaltung.

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Das war der Infoabend – nun gibt es was zu tun…

Letzte Woche fand unser Infoabend für die Flächenwidmung für den Bereich des Leitbildes 2014 statt.
Mit rund 60 Bürger_innen sind wir die Unterlagen der Widmung durchgegangen und haben über die verschiedenen Punkte diskutiert. Die Stimmung war sehr konstruktiv, besonders gefreut haben wir uns über den Besuch aus der Nachbarschaft.
Denn das Leitbild ist nicht nur eine „innere Angelegenheit“ sondern bietet auch viele Chancen für die Nachbarschaft, hat aber natürlich auch Auswirkungen auf diese.

Zusammen mit den Bürger_innen haben wir ein paar Eckpunkte definiert und wir haben in den letzten Tagen eine erste Zusammenfassung geschrieben. Die umfangreiche Stellungnahme stellen wir bis 31. Mai fertig. Hier werden wir die jeweiligen Punkte ausführlich und hoffentlich überzeugend argumentieren. Weiterlesen „Das war der Infoabend – nun gibt es was zu tun…“

Info-Abend der ÖBB 16. Februar

Es geht los!

Am 16.2.2017 um 17:00 findet ein Info-Abend der ÖBB statt.
Ort:  Veranstaltungssaal vom Wohnprojekt Wien, Krakauerstraße 19, 1020 Wien.

Mit dem Info-Abend werden wichtige Weichen für die Zukunft des Nordbahnhofes gestellt. Der nächste Bauabschnitt „Wohnallee mit Bildungscampus“ beginnt und wir Bewohner_innen warten schon sehnsüchtig auf Infos. Baustellenlogistik, Naturschutz und Gebäude, Bildungscampus, Verkehr, alles wichtige Themen, für die es Ansprechpartner geben wird.

Wir haben uns mit dem Bereich sehr ausgiebig beschäftigt, hier die relevanten Links:

Stellungnahme zur Flächenwidmung “Wohnallee mit Bildungscampus”

Bruno-Marek-Allee – ein städtischer Boulevard

Weitere Informationen zum neuen Bildungscampus am Nordbahnhof

Siegerprojekt Bildungscampus Nordbahnhof

Die Veranstaltung wurde in der Nordbahnhof Facebookgruppe auch gleich heftig diskutiert. Hier spielt vor allem die Baustellenstraße eine Rolle.
Die Frage ist sicher sicher nicht sehr einfach zu lösen und eine wirklich optimale Lösung ist schwierig zu finden. Das hier nicht durch die zukünftige „Freie Mitte“ gefahren wird sehen wir grundsätzlich positiv. Der Bereich wäre für uns Bewohner_innen sonst auf Jahre hinaus nicht zugänglich gewesen und sehr viele Menschen nutzen bereits jetzt den Freiraum.
Zusätzlich warten wir alle schon sehr auf das lange angekündigte Infocenter beim Wasserturm. Einen ersten Vorgeschmack gab es letzte Woche, das Architekturzentrum Wien besucht den Nordbahnhof! AZW – Care + Repair im Rahmen der Vienna Biennale 2017
Schade, wenn hier und bei vielen anderen Veranstaltungen die LKW´s durchfahren.

Welche Möglichkeiten bieten sich sonst noch an?

Wir haben einen sehr pragmatischen Zugang. Es gibt bereits bestehende Baustellenausfahrten beim AustriaCampus der Signa. Das bietet sich an. Die dortige Unterführung ist 36m breit, genug Platz um sich das Gelände zu teilen. Zusätzlich, sind die Baufelder 11 & 14 die ersten die bebaut werden. Also sollte man auch dort mit den Arbeiten beginnen.
baustellenstrasse-blogEine andere Variante auf die wir auch hinweisen wollen, ist die Unterführung bei der Taborstraße. Die Variante bietet sich an und hat viele Vorteile. Hier fährt man von Baufeld 14 entlang der Kohlenrutsche bis zum ehemaligen Loomis Gelände und durch die Unterführung Taborstraße. Bei der Kreuzung Nordbahnstraße hat man sogar noch alle Ampelanlagen aus der Zeit der Nutzung durch die Fa. Loomis. Dann weiter über die Innstraße.
Die Aufgabe ist sicher nicht leicht zulösen. Man sollte aber flexibel bleiben und Lösungen nicht einzementieren.

Mindestens ebenso wichtig wie das Thema Baustellenstraße ist eine umweltorientierte Baustellenabwicklung. Hier gibt es bereits sehr viel Erfahrung in Wien und auch eigene Richtlinien z.b. RUMBA oder die ÖKOKAUF Richtlinie. Auch hier hoffen wir auf neue Infos.
Der Wind ist im dem Bereich sehr stark, hier wird es wichtig sein, lang offene Flächen zu vermeiden oder zu befestigen. z.b. mit Bepflanzungen.

Mehr Infos gibt es sicher am 16. Februar.

Wir sind uns sicher, dass viele Bürger_innen den Abend besuchen. Viel Publikum zeigt das hohe Interesse am Nordbahnhof. Der Info-Abend soll für uns ein Startschuß für den nächsten Schritt der Bürgerbeteiligung sein.

 

Stellungnahme zum Thema UVP Nordbahnhof

Stellungnahme zum Thema UVP Nordbahnhof:

Zitat aus dem Folder UVP Seestadt Seite 2

Bei einer UVP wird auf Herz und Nieren geprüft. Für die Bevölkerung und die Umwelt bedeutet dies ein hohes Maß an Sicherheit. Das Bauvorhaben wird schon vor der Umsetzung nach neuesten wisenschaftlichen Methoden untersucht. Mögliche Folgen für die Umwelt können so durch konkrete Maßnahmen vermieden oder reduziert werden.
Auch für Investoren und Bauherren ein Vorteil: Ihnen stehen mit der UVP alle erdenklichen Informationen über den Standort zur Verfügung.“

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Weitere Informationen zum neuen Bildungscampus am Nordbahnhof

In der Tradition der konstruktiven Zusammenarbeit wurden wir zu einem weiteren Gespräch mit Vertretern der Stadt Wien über den Bildungscampus+ eingeladen.
Bei dem Treffen wurden die, mit Bewohner*innen erarbeitete, Stellungnahme zum Bildungscampus besprochen.

Hier die Zusammenfassung:

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Mehr als Schule ?! Unsere Stellungnahme zum neuen Bildungscampus

Stellungnahme zum neuen Bildungscampus

Im Nordbahnviertel – Bruno Marek Allee

Wien, 24. Juni 2015

Sehr geehrte Damen und Herren,

Wir – die Gruppe Lebenswerter Nordbahnhof und Bewohner*innen des Nordbahnviertels – übermitteln Ihnen hiermit unsere Stellungnahme zum neuen Bildungscampus und ersuchen um Berücksichtigung. Die Stellungnahme wurde im Rahmen der 6. Nordbahnhofvorlesung am 19. März 2015, unter Beteiligung von rund 60 Personen erarbeitet und enthält unsere Anliegen für die weiteren Planungen im Nordbahnviertel.

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Stellungnahme zur Flächenwidmung „Wohnallee mit Bildungscampus“

Bei der 4. Nordbahnhofvorlesung haben wir zusammen mit ca. 50 Bewohner*innen eine Stellungnahme zur Flächenwidmung „Wohnallee mit Bildungscampus“ erarbeitet.

Wir halten die Flächenwidmung für sehr gelungen. Einige wichtige Details stehen jedoch nur in der Beschreibung und können mit einer Widmung verankert werden. Das betrifft z.b. die Höhe der Erdgeschoßzone. Das ist wichtig, damit die Bruno-Marek-Allee eine lebendige Straße wird. Einige andere Dinge betreffen nicht direkt die Widmung. Wir haben sie aber trotzdem mit aufgenommen, weil sie für die weiteren Schritte sehr wichtig sind. Das betrifft z.b. die Straßengestaltung, Sitzbänke etc.

Ihr könnt das Anliegen mit Eurer Unterschrift unterstützen. Die Stellungnahme und die Unterschriftenliste liegt im „Salon am Park“, Krakauerstraße 19 – Wohnprojekt mit der Holzfassade – auf.

Stellungnahme hier anschauen

Eine besondere Unterstützung ist es, wenn Ihr die Unterschriftenliste runterladet und voll im Salon am Park wieder abgebt. Danke!

Stellungnahme Unterschriftenliste zum runterladen

Kommentar zum Siegerprojekt des städtebaulichen Wettbewerbs

Das Interesse der BewohnerInnen am Wettbewerb war schon im Vorfeld sehr hoch. Vor allem Forderungen nach mehr Grünflächen, dem Erhalt der alten Bäume und der geschützten Tierarten wurden laut. Das Wettbewerbsergebnis wurde folglich mit Spannung erwartet. Das Siegerprojekt von Studiovlay hat dann viele überrascht. Es stellt eine große Freifläche ins Zentrum und verdichtet die Verbauung an den Randzonen. Eine Entscheidung mit viel Mut, richtungsweisend für die Zukunft. Hervorragend! Für mich besticht vor allem die Konsequenz, mit der die Idee von mehr Raum für alle umgesetzt wurde. So werden, um die große Parkfläche zu realisieren, Straßen reduziert. Das spart der Stadt Erschließungskosten und den Bewohnern Verkehr. Die Sportflächen werden an der Schnellbahn konzentriert, wo der Lärm nicht stört. Auch das an Frei- bzw. Sportflächen arme Alliierten- und Volkertviertel hat dazu direkten Zugang. Eine Chance mehr, dass unsere Viertel zusammenwachsen. Hervorzuheben ist auch die Einbindung bestehender Strukturen, dazu gehören der Wasserturm und die Eisenbahnbrücke als Wahrzeichen des alten Bahnhofes, die bestehende Geländeform und die zum Teil sehr alten Bäume. Ein Punkt, der sicher noch für Diskussion sorgen wird, sind die sieben Hochhäuser (so hoch wie der Ringturm). Um strassenseitig keine hohen Sichtbarrieren zu haben, wird hier die Bauhöhe niedriger und die Hochhäuser werden an die Freiflächen gerückt. Dabei soll der Wind- und Schattenentwicklung besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden. Bei intelligenter Umsetzung können diese Häuser markante Elemente in einem modernen und lebenswerten Stadtteil sein. Weitere wichtige Punkte sind für mich:

  • Bei der SWW Fläche bedarf es eines ehrlichen Umgangs mit der Bevölkerung. Wird im Zuge der Sanierung der Bewuchs zerstört, ist eine Ausweichfläche notwendig.
  • Die Gestaltung der Bruno-Marek-Allee und attraktive Erdgeschosszonen sind wichtig für ein lebendiges Viertel.
  • Die Lassallestraße, die Schnellbahn und der Handelskai schotten das Viertel ab. Hier sollte eine bessere Anbindung geplant werden.
nordbahnhof
Copyright: Stadt Wien
siegerprojekt
copyright: STUDIOVLAY

Ich finde es sehr spannend, Stadtentwicklung so hautnah mitzuerleben und freue mich darauf, in zehn Jahren mit meiner Tochter durch die verschneite Parkfläche zu spazieren. Bis dorthin ist es aber noch ein weiter Weg. Es gibt hier viele engagierte BürgerInnen, die das Leitbild und den Flächenwidmungsplan in einem Beteiligungsprozess aktiv mitgestalten werden. Es soll am Nordbahnhof ein Stadtteil entstehen, mit dem alle zufrieden sind und der lebenswert ist. Der Artikel erschien in gekürzter Form in der Grätzlzeitung Bassena