Nordbahnhof – Risiken und Chancen

Eine kurze Zusammenfassung der Veranstaltung vom Mittwoch 15.6. im AZW zu den zentralen Fragen des Nordbahnhofes. Es gibt einen Audiomitschnitt. Sobald wir diesen bekommen, werden wir ihn auf unserem Blog stellen.
Am Podium waren:
Henri Bava, agence ter – Landschaftsarchitekt vom Leitbild
Christoph Chorherr, Jurymitglied u. Planungssprecher, Die Grünen
Gerhard Kubik, Jurymitglied u. Planungssprecher, SPÖ
Michael Pech, Vorstand ÖSW und Mitglied Grundstücksbeirat
Lina Streeruwitz und Bernd Vlay, STUDIOVLAY
Moderation: Dietmar Steiner, Direktor AzW

Das Fehlen einer/s Vertreters/in vom Umweltressort wurde stark kritisiert. Dem Umweltressort kommt nämlich eine tragende Rolle zu (Freie Mitte, Bäume, Straßenbahn etc).
Zu Beginn hat StudioVlay das Leitbild und den Prozess vorgestellt.

Der Nordbahnhof & Nordwestbahnhof sind, städtebaulich, die wichtigsten Entwicklungsgebiete in Wien.

Das Leitbild 2014 ist eine sehr große Chance etwas Einmaliges zu schaffen. Im Moment hält das Leitbild noch. Eine Frage die z.b. nicht gestellt wurde ist: Was passiert mit dem Mistplatz? Im Leitbild ist er nicht enthalten. Sollte er doch bleiben, übt das durch die fehlenden BGF (verwertebare Bruttogeschoßflächen) Druck auf die Freie Mitte oder die Gebäudehöhen aus. 

Die Freie Mitte ist eine immense Herausforderung. Die dazu notwendigen Prozesse scheinen zu fehlen. Sie einfach so zu lassen wie sie ist, scheint unvorstellbar zu sein.
Zur Freien Mitte haben wir unser Konzept der „Stadtwildnis Nordbahnhof“ übergeben.

Es wird ein Beirat eingerichtet der die Qualitäten des Leitbildes absichern soll.

Eine Zuhörerin brachte am Schluß die entscheidende Frage: Wer der, im Entwicklungsprozess Involvierten,  ist wirklich mit dem Herzen dabei, und wer nicht. Man kann davon ausgehen, dass die Anwesenden dabei sind, Kritiker des Leitbildes fehlten. 
 
Die beiden unerfreulichsten Dinge des Abends:
Die Frage einer städtebaulichen Umweltverträglichkeitsprüfung ist noch immer nicht entschieden. Das UVP Gesetz wurde stark kritisiert.
(Anm.:Aber Kritik hin oder her, das Gesetz gibt es, und die Frage ob der Nordbahnhof UVP pflichtig ist, oder nicht, ist offen.Unverständlich warum das nicht im Rahmen eines Feststellungsverfahrens geklärt wird.) 
 
Lt. Herrn Kubik (SPÖ Verkehrssprecher) ist die Verlängerung der Linie O zum Friedrich-Engels-Platz in weiter Ferne. War die Ankündigung vor der letzten Wienwahl 2015 nur eine reine Wahlkampfgeschichte? Nachdem im Herbst die Bezirkswahl wiederholt wird, ist davon auszugehen, dass wir darüber noch in den Medien lesen werden. 🙂
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3 Gedanken zu “Nordbahnhof – Risiken und Chancen

  1. danke für die zusendungen, wer schnippelt da eigentlich so brutal an den bäumen herum? wir sind ganz weit entfernt von so etwas wie bürgerbeteiligung oder information
    mich erreicht eher das kafka gefühl, wenn bohrungen stattfinden und blühende linden beschnitten werden total ohne irgendeine information der menschen die da leben

    die brache ist nicht riesig, das war sie einmal, jetzt ist sie klein, in drei minuten ist man mit dem fahrrad durch:die fotos hier sind schön, sie zeigen die grade noch – unberührtheit

    finger weg von jeglicher gestaltung, wir sollten diesen letzten rest
    für gute luft für uns alle kompromißlos in ruhe lassen,
    höchstens mist mitnehmen und menschen bitten, den mist mitzunehmen den sie dort abladen, immer wieder und aufmerksam

    vielleicht ist die anordnung der geschnittenen äste eine zeitlang geeignet das mistabladen
    durch zufahren mit autos zu behindern

    um die geschnittenen blühenden linden ist schade wegen der bienenweide und wegen
    des schattens: wer weiß was ? mein name ist hase
    ahoi , gustav böhm

  2. Parick

    ja ich frag mich auch wer da die schönen Bäume beschneiden lässt und warum und Autos die durch das Gebiet einen Abschneider nehmen und (TEILWEISE) fahren als gäb es keine Kinder, Hunde und sonstige Lebewesen auf dem Areal nerven mich gewaltig. auch die Einhaltung der 30 kmh und Einbahnen lässt zu wünschen übrig.
    Ich wurde leider im Bürgerbeteiligungsprozess (Gruppe Verkehr) mit meiner Empfehlung von mehr Verkerhrsberuhigung nicht besonders ernst genommen 😦

    Gruß und Schluß
    Patrick

  3. Danke für Eure Kommentare.
    Baumschnitte hats hier immer geben. Anscheinend wurde diesmal geschnitten um das Filmfestival am Wasserturm gefahrlos über die Bühne zu bringen. Da regiert leider die Angst. Haftung ist das Killerargument, also nix mit Baumkraxln unserer Kinder, mein Gott, wenn daaaa was passiert.

    Zudem wurden die Bäume bis jetzt von der ÖBB sehr schlecht geschnitten. Nämlich so, dass die meisten großen Bäum mittlerweile kaputt sein. Es hat sich halt nie jemand drum g´schert.

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