Weitere Informationen zum neuen Bildungscampus am Nordbahnhof

In der Tradition der konstruktiven Zusammenarbeit wurden wir zu einem weiteren Gespräch mit Vertretern der Stadt Wien über den Bildungscampus+ eingeladen.
Bei dem Treffen wurden die, mit Bewohner*innen erarbeitete, Stellungnahme zum Bildungscampus besprochen.

Hier die Zusammenfassung:

Zusammenfassung Besprechung Bildungscampus+ Nordbahnhof 22.9.2015

IG Lebenswerter Nordbahnhof mit Ute Schaller (Baudirektion) Rainer Hauswirth (Bildungsressort) Bernhard Steger (Stadtplanungsressort) Bernhard Silvestri (MA21)

Allgemein:

Auslobungsunterlagen für Architekturwettbewerb wird 2015 erstellt.
Präsentation Wettbewerbsergebnisse Mitte 2016
Baubeginn 2018
Erstes Betriebsjahr: 2020/2021

Trotz der großen Fläche, ist das Platzangebot beschränkt. Es wird eine Höhe von 3 – 4 Stockwerken angestrebt. Hier werden für den Wettbewerb aber keine exakten Vorgaben gemacht, um die Architekturbüros nicht einzuschränken.

Durchwegung:

Die Funktion des Bildungscampus hat obere Priorität. Durchwegungen dürfen nicht stören, sondern sind im besten Fall der Funktion des Schulbetriebes dienlich.

Eine mögliche Verlängerung der Ravensburgerstraße stößt an die künftige Bebauung an der BrunoMarek-Allee an. Die Widmung sieht hier keinen Durchgang vor, könnte aber in die Wettbewerbsausschreibung für diese Bauplätze aufgenommen werden.

Ein Weg entlang der Campus / Wohnbau Grenze Verlängerung Ernst-Melchior-Gasse ist leichter vorzusehen, da zwischen Bildungscampus und direkt angrenzenden Bauplätzen ohnehin Abstandsflächen zwischen den Gebäuden einzuhalten sind. Hier wäre ein offener Freiraum des Campus in Kombination mit Nachbarschaftsbeeten etc. denkbar. Dies würde auch in der Tradition der älteren bereits bebauten Bauplätze stehen, die eine maximale Durchwegung ermöglichen – eine Stadt der kurzen Wege, die von uns Bewohner*innen gern genutzt wird.

Mehrfachnutzung:

Freiräume des Bildungscampus werden in größtmöglichem Maß zugänglich sein, wenn sie nicht von den Kindern des Campus genutzt werden. Gewünschte bzw. lt. Pädagog*innen erforderliche Absperrung können eventuell mit Hecken und nicht mit Zäunen umgesetzt werden.

Die Nutzung der Räume innerhalb des Campus wird nur durch Vereine möglich sein – da es eine*n Ansprechpartner*in bzw. Verantwortliche*n im Falle von Schadensfällen geben muss.

Das am Wochenende die Räumlichkeiten des Campus (insb. Freiflächen, Turnsäle, Musikschule) genutzt werden können ist im PPP-Vertrag abzusichern (Aufsperr-/Zusperrdienst, Reinigung), wobei auf die Notwendigkeiten des Gebäudedienstes am Wochenende (Reinigung, Reparatur) bedacht genommen werden muss. Es sollen die baulichen Voraussetzungen gegeben sein, um die Veranstaltungshalle der Musikschule auch für externe Veranstaltungen nutzbar zu machen.

Ein Grätzl-Zentrum ist aus Platzgründen in der Schule nicht möglich. Ein Grätzl-Zentrum beim Wasserturm oder auf der Bruno-Marek-Allee ist wünschenswert, wobei die Finanzierung und die Trägerschaft durch die zuständigen Dienststellen geklärt werden muss.

Es sollen Flächen für Gemeinschaftsgärten berücksichtig werden ähnlich dem Mintzgarten.

Schwimmbad:

Es wird kein öffentliches Schwimmbad auf dem Bildungscampus kommen. Ein öffentliches Bad hat sehr strenge Anforderungen mit entsprechendem Flächenbedarf (u.a. Kinderbecken), die zusätzlich zum Raumprogramm des Bildungscampus nicht am Standort unterzubringen sind.

Ein Bad im zweiten Bezirk ist unbestritten wünschenswert. Denkbar ist, das Bad innerhalb eines Wohnbaus unterzubringen, wobei Fragen der Trägerschaft, der Umsetzungsform und der Finanzierung offen sind. Derartiges wurde bspw. im Projekt Win4Wien im Sonnwendviertel umgesetzt. Details dazu sind hier zu finden: http://www.win4wien.at/Projekte/sonnwendviertel_1Projekt.aspx

https://nordbahnhof.wordpress.com/2015/10/06/ein-schwimmbad-fuer-den-nordbahnhof/

Erdgeschoßzone/Eingänge:

Aufgrund der hohen Schüler*innen- und Kinderanzahl von 1.600 soll es eine dezentrale Verteilung von mehreren Eingängen waren. Es wären bspw. zwei Eingangssituationen, einmal in der Schweidlgasse, einmal in der Taborstraße denkbar. Die Musikschule könnte z.B. an der Leystraße angedacht werden und soll direkt von der Leystraße zugänglich sein.

Es wird keine Nutzungsmöglichkeiten für externe Träger (z.B. Gastrononomie, Buchhandlung) in der EG Zone geben, da die Flächen in der EG-Zone für Bildungs- oder Funktionsräume benötigt werden und diese durch die kompakte Bebauung (EG+3 bzw. 4) begrenzt ist. Die PPP Verträge geben auch keine Möglichkeit, dass der PPPartner Flächen an andere Firmen vermietet.

Es ist allerdings allen bewusst, dass dies ein Thema ist! Deswegen soll auch die Musikschule einen eigenen Zugang erhalten.

Freiräume:

Die Schulvorplätze sollen attraktive Plätze sein, die durchgehend öffentlich nutzbar sein werden.

Die Leystraße wird als wichtige Verbindung zwischen den Campus und zur Freien Mitte erkannt und soll eine dementsprechend attraktive Gestaltung bekommen.

Die öffentliche Freiräume bzw. Straßenplanung werden ca. 2017 ausgearbeitet.

Hier kann man z.B. auf die Erfahrungen der Baumscheibenpatenschaften in der Leystraße zurückgreifen.

Bestehende Bäume (A1 Parkplatz) werden, wenn möglich, erhalten. Dürfen jedoch einem optimalen Gebäudekonzept nicht im Wege sein.

Naturschutz, Wechselkröten etc. ist bekannt. Eventuell gibt es hier Möglichkeiten innerhalb des Freiraums Flächen dafür einzuplanen.

Verkehr:

Es gilt aktuell die Verkehrslösung lt. Beiblatt zur Widmung erstellt von Büro Käfer.

Es ist auf eine fuß- & radfahrerfreundliche Gestaltung und Anbindung zu achten, um zu gewährleisten, dass ein möglichst geringer Teil der Eltern ihre Kinder mit dem Auto in die Schule bringt. Im Vergleich zur Situation am bestehenden Campus Gertrude-Fröhlich-Sander (Fußgängerzone ist wie Gegenrichtungsstraße ausgeführt – gemäß des Projektes „Mein Schulweg – gesund und mobil der Gebietsbetreuung 2/20, WIG, Schule und BewohnerInnen – bringen 20% der Eltern ihre Kinder mit dem Auto in die Schule http://www.wig.or.at/%3E%20Mein%20Schulweg%20-%20gesund%20und%20mobil.1597.0.html) sind optimalere Lösungen machbar.

Deswegen ist es wichtig, dass die Entscheidung für die Verlängerung der Linie „O“ Richtung Friedrich-Engelsplatz und die neue Linie 33 über die Taborstraße durch den Nordwestbahnhof bereits gefallen ist. Für den „O“ F-Engelsplatz wurde die Finanzierung und Fertigstellung bis 2020 von Bezirksvorsteher Hora, im Rahmen des Nordbahnvierteltreffs im September, schon zugesichert.

Die neue Linie 33 hängt von dem Fortschritt der Bebauung des Nordwestbahnhofes ab.

82A wird bis zum Campus/Schweidlgasse verlängert.

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2 Gedanken zu “Weitere Informationen zum neuen Bildungscampus am Nordbahnhof

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